Zusammenarbeit

Abschlussgespräch in der Kita: So gelingt ein guter Abschied

Worum Familien wirklich bitten, was Du gut sagen kannst und wie ihr das gut hinbekommt.

15/1/2026

Lesezeit: 5 min.

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With Famly since

Letzter Kita-Sommer. Überall Sonnencreme, irgendwo eine halbe Wassermelone, und im Flur hängen bereits Schultüten. Beim Abholen passiert dann oft das Gleiche: Jacke an, Brotdose suchen, Sand aus dem Schuh kippen. Und dann sagt jemand, ganz nebenbei:

„Wir müssen noch kurz sprechen.“

Kurz ist daran selten etwas. Nicht, weil etwas „schlimm“ ist. Sondern weil am Ende der Kita-Zeit plötzlich viel auf einmal im Raum steht. Schule. Abschied. Stolz. Nervosität. Und diese Frage, die man nicht im Vorbeigehen klärt: „Wie geht es unserem Kind eigentlich gerade, wirklich?“

Genau dafür ist das Abschlussgespräch da.

Das Abschlussgespräch in der Kita ist wichtig, denn es ist der erste große Abschied für die Kinder. (Bild: Adam Winger auf Unsplash)

Mehr ist als ein Termin

Ein Abschlussgespräch ist nicht nur der letzte Punkt im Jahr. Es ist der Moment, in dem ihr gemeinsam auf ein Kind schaut, das ihr lange begleitet habt.

Für Eltern ist das oft beruhigend. Nicht, weil ihr alles lösen könnt, sondern weil ihr Dinge einordnet:

  • Was ist gerade einfach normal in dieser Phase?
  • Was klappt schon richtig gut?
  • Wo braucht das Kind noch ein bisschen Unterstützung?

Und es ist auch ein Abschied. Nicht kitschig, eher ehrlich. Man merkt: Das Kapitel endet. Das Kind geht weiter. Und ihr wollt, dass es sich dabei gesehen fühlt.

Was Eltern hören wollen

Eltern wollen nicht, dass du ihr Kind bewertest. Sie wollen, dass du es beschreibst. So, dass sie es wiedererkennen.

Das sind oft die Fragen, die mitschwingen:

  • Wie ist mein Kind in der Gruppe, wenn ich nicht da bin?
  • Womit tut es sich leicht?
  • Womit tut es sich schwer?
  • Muss ich mir wegen Schule Sorgen machen?
  • Was können wir zu Hause tun?
  • Was passiert mit Portfolio, Fotos, Beobachtungen?

Und ganz wichtig: Eltern wollen spüren, dass ihr ihr Kind mögt. Das sagt man nicht als Satz. Das zeigt man, indem man etwas Konkretes erzählt.

Zum Beispiel: „Wenn sie neu ist in einer Situation, schaut sie erst. Und wenn sie einmal drin ist, bleibt sie richtig dran.“ Das ist für viele Eltern mehr wert als jede Liste.

The big ideas

Was das Team braucht

Ein Abschlussgespräch wird anstrengend, wenn ihr es im Gespräch erst zusammenbauen müsst.

Was hilft, ohne dass es zu einem Riesenprojekt wird:

  • Einigt euch vorher auf 3 bis 5 Beobachtungen. Dann erzählt ihr nicht nebeneinander her. Und niemand muss spontan irgendwas sagen.
  • Nehmt Beispiele, die man vor sich sieht. „Beim Bauen hat er zwei Kinder geholt und gesagt: Kommt, wir machen das zusammen“ ist besser als „teamfähig“.
  • Haltet den Rahmen klein. Rückblick, dann Blick Richtung Schule, dann Fragen der Eltern. Das reicht.
  • Lasst Platz für Eltern. Nicht erst ganz am Ende. Manche trauen sich erst nach ein paar Minuten.

Und ja: ein ruhiger Raum und genug Zeit sind kein Luxus. Das ist der halbe Erfolg.

Das Abschlussgespräch ist der letzte Berührungspunkt mit der Kita. Entsprechend wichtig sind die richtigen Worte. (Bild: Portuguese Gravity auf Unsplash)

Sätze, die gut funktionieren

Manchmal hängt ein Gespräch nicht am Thema, sondern an den ersten drei Minuten. Diese Sätze helfen dir in das Abschlussgespräch reinzukommen, klar zu bleiben und trotzdem freundlich zu klingen.

  1. „Ich würde gern mit euch auf die Zeit hier zurückschauen. Was hat sich verändert?“
  2. „Ich erzähle ein paar Situationen aus dem Alltag. Sagt gern, ob ihr das zu Hause ähnlich erlebt.“
  3. „Was beschäftigt euch gerade am meisten, wenn ihr an die Schule denkt?“
  4. „Das klappt richtig gut. Darauf kann euer Kind sich verlassen.“
  5. „Wenn es schwierig wird, hilft ihm oft: erst kurz zuschauen, dann mitmachen.“
  6. „Ein paar Dinge brauchen noch Zeit. Lasst uns schauen, was eurem Kind dabei hilft.“
  7. „Was wünscht ihr euch für die ersten Wochen in der Schule?“
  8. „Wollen wir zwei, drei Punkte festhalten, damit ihr später nicht alles im Kopf behalten müsst?“
  9. „Euer Kind hat hier seinen Platz gefunden. Das nimmt es mit.“
  10. „Wenn später noch Fragen auftauchen, meldet euch gern.“

Was Du lieber weglässt

Man kann im Abschlussgespräch viel richtig machen und trotzdem an ein paar Kleinigkeiten stolpern. Hier ist die kurze Liste der Klassiker, die du dir sparen kannst.

  • Sag nicht „schulreif“ als Urteil. Das klingt schnell wie ein Stempel.
  • Vermeide Fachwörter, die außerhalb der Kita niemand benutzt. Sag lieber direkt, was du meinst.
  • Vergleiche das Kind nicht mit anderen Kindern. Das macht Druck und bringt euch nicht weiter.
  • Fang große Themen nicht im letzten Gespräch zum ersten Mal an. Wenn etwas wichtig ist, gehört es früher ins Gespräch.
  • Sag nicht „Das ist eben so“. Meistens gibt es einen Grund und meistens gibt es auch etwas, das im Alltag hilft.
  • Mach kein Gespräch daraus, in dem nur ihr redet. Eltern sehen ihr Kind zu Hause anders und bringen wichtige Infos mit.
  • Pack nicht zu viel Organisation in dieses Gespräch. Sonst geht das Wesentliche unter.

Wenn Kommunikation leichter werden soll

Das Abschlussgespräch bleibt persönlich. Das soll es auch.
Aber der Alltag ist oft chaotisch: Notizen hier, Fotos da, Absprachen im Team irgendwo im Kopf. Und dann sitzt man im Gespräch und weiß: Da gab es doch diese eine gute Beobachtung, aber wo war die noch mal?

Wenn ihr Dokumentation und Kommunikation an einem Ort habt, wird es ruhiger. Ihr müsst weniger suchen. Ihr könnt schneller bei dem bleiben, worum es geht.

Famly kann dabei eine Option sein: sichere Nachrichten, zentrale Infos, Portfolios und Dokumentation an einem Ort. Nicht als Ersatz fürs Abschlussgespräch. Eher als Unterstützung, damit ihr im Gespräch mehr Zeit fürs Wesentliche habt.

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